Rundrücken

Ein Rundrücken bildet sich in der Regel bei Wachstumsstörungen, man bezeichnet diesen dann auch als Morbus Scheuermann. Schätzungen zufolge sind ca. 25% der Kinder davon betroffen, wobei die Krankheit oft milde verläuft und dann auch nur zufällig entdeckt wird. Im Falle eines stärkeren Rundrückens kommt es zu einem Angriff der Abschlussplatten der Wirbelkörper, bei dem Bandmaterial einwandert und Bandscheibe zwischen den Wirbeln immer dünner wird. Dadurch kann es zu Blockierungen von Wirbelkörperr kommen.

Patienten klagen dabei über Symptome, die einem Herzinfarkt ähneln können:

  • hartnäckige Schmerzen im Brustkorb
  • Druckgefühl in der Brust
  • Atemnot


Für betroffene Kinder ist es v.a. wichtig, sich ausreichend zu bewegen und nicht den ganzen Tag vor PC und Fernseher zu verbringen. Bauch-, Gesäß- und Rückenmuskulatur werden so automatisch trainiert und können die Wirbelsäule unterstützen. Eine zu hohe sportliche Belastung im Wachstumsalter kann wiederum Wachstumsstörungen auslösen. Daher ist es besonders wichtig, die geschwächte Rumpfmuskulatur unter therapeutischer Anleitung gezielt anzusprechen und zu kräftigen, so dass die Voraussetzung für eine Haltungskorrektur gegeben ist. Desweiteren wird dadurch Funktionsstörungen entgegengewirkt, die häufig mit einem Rundrücken einhergehen: muskuläre Dysbalancen, eine Hyperlordose der Lendenwirbelsäule oder auch die Degeneration von Bandscheiben augrund der Fehlstellung.